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Asterix & Obelix gegen Caesar| Kritik

Kinostart
1999



Nach der berühmten Steinzeitfamilie Feuerstein haben es nun auch Asterix und Obelix geschafft, sich dem Zuschauer nicht nur in Form von Zeichentrickfiguren zu präsentieren: Claude Zidi hat mit einem beachtlichen Staraufgebot den für viele Fans der Comics wohl unvorstellbaren Schritt gewagt, eines der Abenteuer der gallischen Helden mit wirklichen Schauspielern in einem "richtigen" Film auf die Kinoleinwand zu zaubern, ein Wagnis, das erstaunlich gut gelungen ist. Wer jedoch eine wort- und bildgetreue Umsetzung eines der Abenteuer aus der Comicserie erwartet, wird ebenso enttäuscht werden wie derjenige, der bei einer Romanverfilmung erwartet, dass der Drehbuchautor sich exakt an die Vorlage hält.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Der machtgierige Lucius Detritus (Roberto Benigni) will Cäsar (Gottfried John) stürzen und nimmt zu diesem Zweck zunächst den Druiden Miraculix (Claude Piéplu) gefangen, den er zwingen will, ihm den Zaubertrank zu brauen, der die Gallier unbesiegbar macht. Asterix (Christian Clavier) und Obelix (Gérard Depardieu) machen sich mit Idefix auf den Weg, um Miraculix zu befreien und geraten selbst in die Fänge der Römer.

Schon gleich zu Beginn sticht die liebevolle Ausstattung des Films ins Auge, alle Figuren sehen so aus, wie man es erwartet, inklusive Obelix' Hund Idefix. Die beste Wahl war dabei wohl Gérard Depardieu in der Rolle des Obelix, wahrscheinlich hatte der Maskenbildner in diesem Fall auch die wenigste Arbeit. Da der Film ohne Altersbeschränkung freigegeben ist, ersparte Depardieu uns hier gnädiger weise die Striptease-Nummer, auf die er in "Der Mann in der Eisernen Maske" und "Germinal" nicht verzichten konnte.

Auch die anderen Darsteller sind gut gewählt, und alle scheinen an ihren Rollen Spaß zu haben. Besonders gut getroffen ist Marianne Sägebrecht als Gutemine, aber leider ist diese Rolle vergleichsweise klein ausgefallen. Dass der Komiker Sim aussieht wie Methusalix, war mir bisher gar nicht aufgefallen, aber wahrscheinlich werde ich ihn im Geiste nun nur noch in dieser Maske sehen, während der Verwandlungskünstler Pierre Palmade als Troubadix kaum einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Christian Clavier als Asterix kann vielleicht am wenigsten überzeugen, vielleicht weil die Rolle letztendlich nicht komisch genug für ihn ist. Den deutschen Zuschauern ist er vielleicht noch aus der französischen Komödie "Les Visiteurs" (Die Besucher) aus dem Jahre 1993 bekannt, ein Film, der in Frankreich einer der größten Kinohits aller Zeiten war, dem aber durch die extrem schlechte deutsche Synchronisation fast alle Komik abhanden kam. Vielleicht war er auch einfach zu französisch, um hierzulande Erfolg zu haben.

"Asterix & Obelix" könnte unter Umständen das gegenteilige Schicksal beschieden sein: Da viele Franzosen diesen Versuch, einen Kult-Comic zu verfilmen, als Bilderstürmerei werten könnten, sind die Erfolgschancen für diesen Film im Ausland eventuell grösser, da die Comics hier nicht denselben Status haben, obwohl sie natürlich auch sehr beliebt sind.

Fazit: Recht gelungene Comic-Verfilmung, stimmungsvoll untermalt durch die bretonische Musik von Jean-Jacques Goldman.


Filmkritik von Monika Hübner

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Herstellungsland
Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Astérix et Obélix contre César

Budget
42 Mio. US-Dollar


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