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Armored| Kritik 6/10

Kinostart
04.02.2010



Handlung

Eine Gruppe bewaffneter Wachleute eines Geldtransporters raubt die eigene Firma aus. Ihr akribisch ausgeführter und scheinbar idiotensicherer Plan verläuft zunächst reibungslos, doch dann geschieht plötzlich etwas Unvorhergesehenes, das alles ändert. Nun wenden sich die Männer gegeneinander und jeder versucht, sich selbst zu retten. Das perfekte Verbrechen – ohne Opfer, ohne Gewalt, ohne Beweis nimmt eine tragische Wendung


Filmkritik | Armored

In "Armored" spielen Schauspielgrößen wie Matt Dillon ("Wild Thing"), Jean Reno und Laurence Fishburne ("Matrix"). Diese lassen sich in die dem Genre entsprechenden Kategorien einordnen: rücksichtslos und verschlagen; maulfaul und cool und Fishburne als aufbrausendes Muskelpaket. Regie führte Nimred Antal. Seinen Durchbruch hatte der Regisseur mit "Kontroll", dem Überraschungserfolg bei den Filmfestspielen in Cannes – wohl ein Ausnahmeerfolg. Sein Debütfilm "Motel" war schon ein eher durchschnittlicher Thriller. "Armored" stellt da keinen Schritt voraus dar.

Trotz toller Schauspieler hat der Film einfach kein Potential- hier wurde echtes Talent verschenkt. "Armored" fehlt jegliche Spannung, die Geschichte ist eher dürftig und der ganze Streifen ist voller Klischees. Schon der Trailer informierte den Zuschauer über die komplette Story. Eine Gruppe Krimineller plant ein Verbrechen, wie immer läuft nicht alles wie geplant, einer will aussteigen und keiner traut dem anderen mehr über den Weg. Die typische Story also. Was noch nichts über die Qualität des Films aussagt. Überraschungen wären auch bei dieser Story noch möglich. Doch sehen wir einmal weiter.

Schon der Beginn des Films ist sehr langatmig und verführt einen die Dunkelheit im Kino zu nutzen und etwa 90 Minuten zu schlafen. "Es gibt keine Bösen Jungs. Nur uns". Schon als diese Worte fallen, ist der Rest der Handlung nun wirklich abzusehen. Wer hier auf spektakuläre Explosionen oder Verfolgungsjagden hofft, die einen aus seinem Dämmerschlaf wieder aufwecken könnten, wird enttäuscht. Auf Schauwerte wurde in diesem Film gänzlich verzichtet. Der Handlung tut das allerdings nicht sehr gut.

Das durchschnittlich eher geringe Budget von 20 Millionen Dollar wurde wahrscheinlich vollständig für die Gagen der Akteure verbraucht und an aufwendigen Showeffekten musste gespart werden, also leider an der falschen Stelle. "Armored" wurde von Anfang an so konzipiert, dass er in eine teenagerfreundliche Altersstufung passte. Schusswaffen werden demnach eher spärlich benutzt. Auf der Habenseite kann der Actionfilm gerade mal seinen gut besetzten Cast verbuchen, was wohl doch einige Leute ins Kino locken wird. Leider werden sie danach zwar tolle Schauspieler gesehen, aber der Film an sich wird sie nicht vom Hocker gehauen haben.

Der Film hat sich absolut die Chance verspielt in irgendeiner Bestenliste, sei es nun Top oder Flop, aufzutauchen. Es wird sich einfach zu vieler bekannter Motive bedient und keine neuen kreativen und unabsehbaren Komponenten in den Streifen eingearbeitet. Das hat man alles schon mal in ähnlicher und meist besserer Form gesehen. "Armored" ist ein solides Massenprodukt, das man spätestens zum Jahresende hin wieder vergessen haben wird.


Filmkritik von Gastautor

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© Sony Pictures Releasing GmbH

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