Ananas Express - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Ananas Express| Kritik

Kinostart
23.10.2008



Handlung

Der auf ganz besondere Weise anziehende Dale (Seth Rogen), der im wirklichen Leben eigentlich Gerichtsdiener ist, zieht für seine Leben gerne einen durch und hängt daher auch nur all zu oft mit seinem Dealer Saul (James Franco) herum. Eines Tages beobachtet Dale einen Mafiamord und verstreut am Tatort in bekiffter Panik zahlreiche Beweise, die sowohl die Polizei, als auch die Hintermänner der Tat zu Dale führen. Kurze Zeit später sind die Beiden gezwungen, vor den wild gewordenen Gangstern und, als ob das noch nicht genug Aufregung auf einmal wäre, einer Horde korrupter Bullen, zu flüchten. Ob es am Ende am "Superdope" oder einer allgemeinen Unfähigkeit liegt, dass die beiden Potheads ihre Verfolger nicht loswerden können, erzählt David Gordon Green (Regie) innerhalb der folgenden 100 Minuten.


Filmkritik | Ananas Express

Wer sich in den Film "Ananas Express" setzt, und im Zweifelsfall eine Dokumentation über irgendwelche Jetstream-Aktivitäten erwartet, wurde leider bitterlich enttäuscht. Wer sich in den "Pineapple Express" setzt und eine witzige Smokerkomodie mit ansatzweise sinnvoller Story a la "Half Baked" erwartet, leider auch. Davin Gordon Green gelingt es, trotz eines bemühten Seth Rogen ("Beim ersten Mal"), einfach nicht mehr aus der dünnen Storyline heraus zu holen. So wirkt der Film dann leider auch wie ein eher langweiliger Teenie-Roadmovie in dem eben auch gekifft wird. Die vereinzelt auftretenden und dann auch herzhaften Lacher, täuschen nicht darüber hinweg, das im Zuge der Dreharbeiten, Vermarktung und Filmvorführungen wohl nur eine kleine Gruppe wirklich Spaß hatte: Teile der Filmcrew bei privaten Bastelarbeiten.

Die Geschichte wirkt einfach zu abgehoben und an den Haaren herbeigezogen, als das man sich als Zuschauer ernsthaft mit auf die Reise genommen fühlen könnte. Das der Film hinsichtlich des Kontextes althergebrachte Warnungen ("Keine Macht den Drogen!" ...sonst geht’s mit dir bergab) eher noch bekräftigt als Sie kunstvoll zu umspielen, mindert die Begeisterung in gleicher Weise, wie die wenig inspiriert wirkenden Nebendarsteller oder die übertrieben eingestreuten Tempowechsel, welche der Geschichte sogar eher schaden. Gerade diese machen noch deutlicher, wie sehr das Ganze an anderer Stelle relativ emotionslos vor sich hin plätschert. Das muss dann irgendwann auch David Green klar geworden sein, da er mit Hilfe einer, im Vergleich zum Rest des Filmes, unverhältnismäßigen Endsequenz doch noch versucht die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Das dies, angesichts des dem entsprechend zu lange geratenen Vorspiels, nicht wirklich funktionieren kann, weil sich der zumindest anfangs geneigte Kinogänger eigentlich schon auf den Heimweg freut, braucht an dieser Stelle wohl auch nicht mehr erwähnt werden.

Das es im Jahre 2008 immer noch Geschichten gibt, denen selbst Cheech und Chong vor 30 Jahren das Drehbuch um die Ohren gehauen hätten, ist schon wieder irgendwie faszinierend. Und manchmal gibt es ja auch Dinge, die sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind. Das der Film "Ananas Express" zu diesen Dingen zählt, darf aber angesichts der zahlreich vergebenen Chancen, durchaus bezweifelt werden.


Filmkritik von Johnny Künstler

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Ananas Express

© Sony Pictures Releasing GmbH

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 14 * 7 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Ananas Express abspielen

Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Pineapple Express

Budget
27 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
102 Mio. US-Dollar (weltweit)



Benutzername

Passwort

Anzeige