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All the Boys Love Mandy Lane| Kritik

Kinostart
26.06.2008



Handlung

Sie ist sympatisch, liebenswert, unschuldig, sexy, unwiderstehlich und unnahbar. Mandy Lane (Amber Heard), das hübscheste Mädchen ihrer High School. Alle Jungs verdrehen sich den Hals und versuchen bei ihr zu landen, doch Mandy läßt jeden mit einem süßen Lächeln und einem entwaffnenden Achselzucken abblitzen. Der einzige Junge, mit dem sie ihre Freizeit verbringt, ist ihr uncooler aber bester Kumpel Emmet (Michael Welch). Seit diesem Sommer, an dem Mandy zum tollsten Geschöpf auf Erden herangereift ist, hat auch Emmet Gefühle für sie entwickelt.

Immerhin gelingt es dem sportlichen Mitschüler Dylan (Adam Powell) Mandy zu einer Pool-Party ins Haus seiner Eltern einzuladen. Emmet ist sichtlich eifersüchtig als Dylan sich an Mandy ranmacht. Emmet schlägt ihm vor, Mandy mit seiner Sportlichkeit zu beeindrucken, indem er vom Dach in den Pool springt. Dylan prallt mit dem Kopf auf den Steinrand des Pools und ist sofort tot. Mandy ist geschockt und spricht fortan kein einziges Wort mehr mit Emmet.

Schon bald wollen einige Mitschüler ein Wochenende auf einer entlegenen Ranch verbringen und Mandy willigt schließlich ein, mitzukommen. Dank reichlich Bier und Drogen herrscht schnell eine ausgelassene Stimmung. Als plötzlich eine Mitschülerin kaltblütig getötet wird.


Filmkritik | All the Boys Love Mandy Lane

"All the Boys Love Mandy Lane" lebt und stirbt mit der Hauptdarstellerin. Die abweisende Highschool Beauty Mandy Lane spielt Amber Heard. Regisseur Jonathan Levine scheint jede Minute seines 91-minütigen Horrfilms dazu zu nutzen, Amber Heard so glanzvoll wie möglich in Szene zu setzen. Ein Horrorfilm als Liebeserklärung an seinen Star - das ist ein herrlich verrücktes Unterfangen. Und Amber Heard ist wirklich das Kinoticket wert. Sie spielt ihre Rolle einfach hinreißend. Das ist zum dahinschmelzen schön. Jonathan Levine setzt seine Protagonistin, die allen Schrecken in dem abgelegen knarzigen Farmhaus auslöst, als Ikone in Szene - durchaus auch mit den Mitten der Werbefilmästhetik. Denn "All The Boys Love Mandy Lane" ist optisch perfekt in Szene gesetzt.

Ein brillanter Soundtrack treibt die Geschichte voran, grobkörnige Bilder, Zeitlupengeschwindigkeit und großartige Landschaften, die ein hervorragender Location Officer ausgesucht haben muss, geben diesem Film einen ganz eigenen Stil, Flair und Atmosphäre.  Die Inszenierung setzt Maßstäbe, nicht aber die Story. Die Geschichte vom Serienkiller, der einen Teenie nach dem anderen auf möglichst originelle Art und Weise abschlachtet, ist den Slasher-Filmen der 70-er Jahre entnommen und Wes Cravens "Scream"-Trilogie zehn Jahre später.

Die Schauspielerin Levin aber gratwandert geschickt zwischen stylisch und retro. Dabei segelt der immens begabte Regisseur, der sich mit "All The Boys Love Mandy Lane" an seinen ersten abendfüllenden Spielfilm gewagt hat, hart und wissentlich an den Klischees entlang. Es gelingt ihm aber immer und immer wieder auch im letzten Moment, diese Klippen geschickt und mit einer Prise Ironie zu umschiffen.

Dieser Film lässt sich anfangs überraschend viel Zeit für sehr feine Charakterzeichnungen. Zum Finale fließt dann das Blut nur noch so in Strömen. Die Auflösung der Story wird den Kinogänger spalten. Es bleibt ein schaler Nachgeschmack. Das ist der Schwachpunkt dieses Films.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

All the Boys Love Mandy Lane

© Senator Entertainment AG

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Steckbrief
Regie
Jonathan Levine

Darsteller
Aaron Himelstein, Aaron Himelstein, Amber Heard, Anson Mount, Edwin Hodge, Luke Grimes, Melissa Price, Michael Welch, Whitney Able

Genre
Horror, Thriller

Tags
High School, Schule, Schulmaedchen
Gastkritiken
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Herstellungsland
USA

Einspielergebnis
1.8 Mio. US-Dollar (weltweit)



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