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Adèle und das Geheimnis des Pharaos| Kritik 6/10

Kinostart
30.09.2010



Handlung

Paris, 1912. Adèle (Louise Bourgoin) ist klug, mutig und überaus abenteuerlustig. Als leidenschaftliche Reporterin und Hobby-Archäologin schreckt sie vor keiner Gefahr und Herausforderung zurück. Auch nicht auf ihrer Reise zum Nil, wo sie düstere Pharaonengräber, mürrische Kamele und eine geheimnisvolle Mumie trifft – die von ihr kurzerhand nach Paris entführt wird. Mit Hilfe des berühmten Professors Esperandieu (Jacky Nercessian) will Adèle sie zum Leben erwecken. Denn nur die Mumie weiß um ein Geheimnis, das ihre Schwester wieder gesund macht. Professor Esperandieu hat derweil ganz andere Probleme – gerade ist im Naturkundemuseum aus einem 136 Millionen Jahre alten Ei ein leibhaftiger Riesenflugsaurier geschlüpft, der ganz Paris auf den Kopf stellt! Aber Adèle wäre nicht Adèle, wenn sie nicht schon eine Idee hätte, wie sie alles zum Guten wenden kann. Dabei ahnt sie weder, dass ihr ein Flug mit dem Riesensaurier bevorsteht, noch, dass sie sich plötzlich in der Gesellschaft von einem ganzen Dutzend Mumien wiederfinden wird. Und das ist erst der Beginn eines großen Abenteuers – so ganz nach Adèles Geschmack!


Filmkritik | Adèle und das Geheimnis des Pharaos

Der französische Regisseur Luc Besson hat sich dieses Mal an eine Comic-Verfilmung gewagt, bleibt aber seinem neuerdings eher jüngerem Zielpublikum treu. Da kommt leicht die Befürchtung auf, dass es sich bei seinem neusten Film „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“ um ein Machwerk handelt, das mehr auf Effekte als auf Inhalt setzt. Und bedauerlicherweise wird diese Befürchtung wahr. Das aufwendig inszenierte Paris um 1910 bildet eine beeindruckende Kulisse für eine schwächelnde Story. Adèle, eine schöne und clevere Abenteurerin, muss die Mumie eines Pharaos zum Leben erwecken, einen Flugdinosaurier zur Raison bringen und sich aus vielen weiteren haarsträubenden Situationen befreien. Dabei kommt die Action nicht zu kurz, wohl aber die Klasse, für die Bessons Filme wie "Das fünfte Element" früher einmal standen. Auch sind die Computeranimationen nicht immer optimal geglückt. Die Flugsaurier aus "Jurassic Park" oder die vielen animierten Monster aus "Star Wars" wirken - obwohl älter - im Vergleich zu diesem Film jünger und frischer.

Immerhin, dem Regisseur ist ein ansonsten handwerklich gut umgesetzter Fantasy-Streifen gelungen, in dem seine attraktive Heldin männlichen Vorbildern wie Indiana Jones oder Alan Quartermain nacheifert. Das ist zwar nicht unbedingt neu, macht aber Spaß. Vorausgesetzt, man lässt die Qualitätsansprüche zu Hause, die man sonst an die Filme des Luc Besson gestellt hat. Denn diese scheinen zurzeit schwerer wiedererweckbar zu sein als so mancher tote Pharao. Der Film ist eindeutig für ein junges Publikum produziert worden und versucht daher, den Sehgewohnheiten der Zielgruppe Rechnung zu tragen. Manch älterem Kinobesucher werden die vielen Schnitte wohl ein wenig zu hektisch sein. Ob Adèle es schafft, ihren Charme in einer Fortsetzung spielen zu lassen, bleibt abzuwarten. Entscheidend hierfür ist die Resonanz beim Publikum - und das ist eventuell mit Filmen wie "Die Mumie" oder "Van Helsing" bessere Beispiele dieses Genres gewöhnt.

Handwerklich solides, aber etwas uninspiriertes Fantasy-Abenteuer für ein jüngeres Zielpublikum. Adèle hat wohl nicht das Zeug zu einer zweiten Lara Croft.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Adèle und das Geheimnis des Pharaos

© Universum Film GmbH

Kommentare


lars
15.10.2010, 20:08:33
klasse film, schräg, flott und abgedreht. habe eine weile gebraucht bis ich ich hineinegesehen hatte aber spätestens nach dem auftauchen von adele gewinnt die sache fahrt und es wird einem bewusst, wie abgedreht der film ist. es fällt nicht schwer den zeichnerischen hintergrund des autors zu erkennen, mich erinnert vieles an tim und struppi. dieser film nimmt alles aufs korn, was aktionfans und den fans von mumienfilmen heilig sein mag. ich hätte nichts dagegen wenn es öfter mal so einen film gäbe.

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Steckbrief
Regie
Luc Besson

Darsteller
Gérard Chaillou, Gilles Lellouche, Jacky Nercessian, Jean-Paul Rouve, Laure de Clermont-Tonnerre, Louise Bourgoin, Mathieu Amalric, Nicolas Giraud, Philippe Nahon, Serge Bagdassarian

Genre
Action, Fantasy, Mystery
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Filmfacts
Herstellungsland
Frankreich

Alternativ- bzw. Originaltitel
Les aventures extraordinaires d'Adèle Blanc-Sec




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