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About a Boy| Kritik

Kinostart
2002



Handlung

Will gehört zu jenen Menschen, die es sich nicht nur leisten können nicht zu arbeiten, sondern die es auch nicht tun und das genießen. Er hat alles, was man sich für Geld kaufen kann – und aufs Geldausgeben versteht er sich meisterhaft -, aber wie so oft im Leben will man ausgerechnet das, was man gerade nicht hat, in Wills Fall eine Freundin.
Er hat nämlich Pech in der Liebe, aber wen wundert's, er gibt schließlich selbst zu, dass er einer Frau nichts Interessantes über sich selbst zu erzählen hat. Und wo soll man ein passables weibliches Wesen kennen lernen? Als er ein Flugblatt sieht, das zu einer Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter und Väter einlädt, erfindet er kurzerhand einen zweijährigen Sohn und geht auf Fleischbeschau (auch wenn die Damen in der Selbsthilfegruppe züchtig gekleidet sind).
Zunächst klappt das auch ganz gut, und es sieht so aus, als könne er sich die Leiterin der Gruppe anlachen, doch dann passiert etwas Unerwartetes, was ihn zwar nicht zum Vater, aber vorübergehend zum "Stiefvater" des zwölfjährigen Marcus (Nicholas Hoult) macht, der mit seiner depressiven Mutter Fiona (Toni Collette) zusammenlebt, die anscheinend noch nicht mitbekommen hat, dass Blumenkinder out sind, und die ihren Sohn im Sinne der Hippie-Generation erzieht.


Filmkritik | About a Boy

Fast hätte ich Hugh Grant nicht wiedererkannt - es ist wirklich unglaublich, was ein ordentlicher Haarschnitt bei einem Mann bewirken kann. Im Laufe des Films wird außerdem klar, dass er nicht nur den Haarschnitt gewechselt hat; auch die Figur, die er spielt, erinnert nicht im Geringsten an "Vier Hochzeiten und ein Todestag" oder "Notting Hill", wo er als Tolpatsch vom Dienst durch die Gegend stolpert. Ist unser Sonnyboy endlich erwachsen geworden? Zeit wär's. Aber böse Zungen behaupten, er spiele sich in diesem Film lediglich selbst, und nach seinen eigenen Äußerungen, die ich in einem Interview gelesen habe, bin ich geneigt das zu glauben. Da aber ein äußerst vergnüglicher Film dabei herausgekommen ist, kann er das ruhig wieder mal tun. Mit einem ebenso guten Drehbuch, versteht sich.

Der eigentliche Star des Films "About a Boy" ist jedoch Nicholas Hoult, der den von allen gehänselten Marcus absolut überzeugend spielt. Wer selbst als Kind Ähnliches erlebt hat, wird wissen, wovon ich rede. Mehr als einmal hatte ich während des Films den Drang Will zuzurufen, er solle endlich mit dem Jungen zum Frisör gehen, da er das Problem an sich erkannt hatte, aber trotzdem nichts dergleichen tat.

Der Schluss hat meine Gutgläubigkeit zwar etwas strapaziert, aber das Vergnügen an "About a Boy" nicht wirklich beeinträchtigt. Alles in allem habe ich Lust bekommen, auch Nick Hornbys Buch zu lesen.


Filmkritik von Monika Hübner

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