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A Nightmare on Elm Street| Kritik 4/10

Kinostart
20.05.2010



Freddy Krueger kehrt zurück: "A Nightmare on Elm Street" ist die zeitgemäße Neufassung des Horrorklassikers. Freddys Markenzeichen, den Filzhut, den rot-grün gestreiften Pullover und die mit vier Klingen gespickten Handschuhe.

"A Nightmare on Elm Street" bezieht sich auf die Figuren, die Wes Craven 1984 für seinen gruseligen Überraschungshit geschaffen hat. Aus diesem Film entwickelten sich sieben Fortsetzungen. 25 Jahre sind seit dem ersten "Freddy Krueger" Film bis zum aktuellen Remake vergagnen.


Handlung

Eine Gruppe von Teenagern teilt ein grausiges Geheimnis: In ihren Träumen werden sie von dem grässlich entstellten Killer Freddy Krueger (Jackie Earle Haley) verfolgt. So lange sie wach bleiben, können sie sich gegenseitig beschützen, doch wenn sie einschlafen, gibt es kein Entrinnen...


Filmkritik | A Nightmare on Elm Street

Der Freddy Krueger, welchem wir in der 2010er Version von "A Nightmare on Elm Street" begegnen, ist im wesentlichen derselbe, welchen wir in den zahlreichen Filmen des Franchises kennen und tendenziell eher hassen gelernt haben. Das ist aber auch das einzige Wiedererkennungsmerkmal in einem Film, welcher ansonsten bevölkert ist von Charakter-Abziehbildern, für deren Tiefenauslotung man gerade mal einen Zahnstocher bräuchte.

Die Rolle des furchteinflössenden Schlitzers jedenfalls wird von dem vielversprechenden Schauspieler Jackie Earle Haley ausgefüllt, der seinen Part mit Glaubwürdigkeit und Intensität erledigt. Dennoch fehlt diesem Freddy Krueger, trotz der Leistung Haleys und natürlich besserer Spezialeffekte, der hinterhältige Charme des Originals. Ob es daran liegt, dass ihm zu wenig Zeit auf der Leinwand eingeräumt wird oder dem Zuschauer seine schurkischen Absichte einfach zu plakativ unter die Nase gerieben werden - man weiß es nicht.

Wenig hilfreich ist auch, dass das Drehbuch sich munter bei so ziemlich jedem (guten und nicht so guten) Horrorfilm der letzten Jahre bedient und dabei ein wenig überzeugendes Story Flickwerk entstehen lässt. Regisseur Samuel Bayer merkt man seine Musikvideo-Herkunft überdeutlich an, er arbeitete u.a. mit der Allternative-Rock Band "Green Day" zusammen. Leider ergeben viele knackige Shots im Ergebnis eben keinen cineastischen Leckerbissen. Als Zuschauer fühlt man sich oftmals durch den Film gescheucht und das Tempo geht klar zu Lasten der klassischen Stärken eines guten Films: Dem bedächtigen Aufbau der Charakterzeichnung und der Spannung.

Seine besten Momente hat der Film in den Alptraumsequenzen der Opfer - in der einen Minute sitzt ein Mädchen noch tuschelnd in ihrem Klassenraum und in der nächsten ist von ihren Mitschülern nicht mehr als viele rauchende Aschehäufchen übrig, während sich die Szenerie in eine wortwörtliche Schulhölle verwandelt hat. In anderen Szenen wird die Alptraumwelt bedächtig über die reale gelegt, mit beeindruckenden und optisch sehr ansprechenden Übergängen. Davon hätten wir uns mehr gewünscht und dafür weniger von den abgedroschenen Momentaufnahmen aus Familie und Liebesleben durchschnittlicher Teenies.

Einige Klassiker sollte man besser ruhen lassen, das zeigte zuletzt das mehr als unrühmliche Remake von Carpenters "The Fog". Es dürfte klar geworden sein: Von Wes Cravens Original aus dem Jahr 1984 ist diese Neuauflage künstlerisch so weit entfernt, wie Uwe Boll von Sydney Pollack. Wer allerdings einfach nur Spass daran hat zuzusehen, wie ein dämonischer Killer seine krallenbewehrte Faust durch die Leiber vieler unglückseliger Teenager rammt, der begibt sich in das nächste Kino - oder vielleicht doch lieber in die Gruppentherapie.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

A Nightmare on Elm Street

© Warner Bros. Pictures Germany

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Steckbrief
Regie
Samuel Bayer

Darsteller
Clancy Brown, Connie Britton, Jackie Earle Haley, Julianna Damm, Katie Cassidy, Kellan Lutz, Kyle Gallner, Rooney Mara, Thomas Dekker

Genre
Fantasy, Horror, Thriller
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Herstellungsland
USA




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