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96 Hours| Kritik 5/10

Kinostart
19.02.2009



Handlung

Brian Mills (Liam Neeson) ist ein ehemaliger CIA-Agent, der sich eigentlich auf seinen Ruhestand freut, um mehr Zeit mit seiner pubertierenden Tochter Kim (Maggie Grace) zu verbringen. Dass diese bei seiner Frau Lenore (Famke Janssen) mit ihrem ungeliebten neuen Lebenspartner lebt, erschwert die Situation für Mills erheblich. Umso schlimmer schlägt die Nachricht ein, dass Tochter Kim mit einer Freundin auf einem Trip quer durch Europa entführt wird und droht, von einem Prostitutionsring für seine Zwecke eingesetzt zu werden. Vier Tage bleiben Mills, die beiden Mädchen aus den Händen der Bande zu befreien, die der Agent mit blutiger Genauigkeit und einem Hang zur Verwüstung nicht ungenutzt lässt, um seine Tochter wieder in die Arme schließen zukönnen.


Filmkritik | 96 Hours

Viele Kinobesucher verbinden mit Liam Neeson längst mehr als seine bedeutungsschwere Rolle in "Schindlers Liste" (1993). Seine Vielseitigkeit kam schon in einer Reihe von Filmen zum Ausdruck, erhält durch "96 Hours" aber eine unerwartet harte und gnadenlose Wende. Der Film ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven, dass sowohl die Handlung dieses kompakten Filmes über 90 Minuten schnell und energiegeladen erzählt wird, zum anderen auch unzählige Action- und Gewaltszenen den Film anreichern. Dies ist nicht der Geschmack von jedermann, für Freude des Actiongenres jedoch streckenweiser ein echter Hochgenuss.

Der Film steht und fällt mit seinem Spannungsbogen, der über die gesamte Dauer hinweg stets hoch gehalten wird. Regelmäßiger Kontakt von Mills mit den Entführern, meistens durchs Telefon, bringen den Zuschauer immer wieder in den Kontakt mit der Gnadenlosigkeit und Kälte, den diese Personen und mit ihnen streckenweise auch der Film ausstrahlt. Würde es sich beim Hauptdarsteller Neeson nicht um einen rüstigen und zu jedem Schusswechsel bereiten Ruheständler handeln müssen, wäre Nicolas Cage wie geboren für die Hauptrolle von "96 Hours" gewesen.

Trotz seiner hervorragenden Machart und der nervenzerreißenden Spannung - die beiden absoluten Pluspunkte von "96 Hours" - wird durch das Werk kein neues Kapitel im Bereich des Actiongenres aufgemacht. Wirklich neue Elemente und Handlungsstränge existieren somit nicht, alles hat man vermeintlich schon einmal gesehen. Dass dies unzähligen Fans des Genres egal sein dürfte, da es ausreichend Schusswechsel, Verfolgungen und das ewige Spiel zwischen Gut und Böse in hervorragend inszenierten Facetten gibt, ist jedoch auch unstrittig. So ist die von Luc Besson geschriebene und Pierre Morel verfilmte Geschichte von "96 Hours" also eher einem ganz bestimmten Publikum zugängig, die nicht ohne einen gewissen Kitzel ein Kino besuchen. Für den neutralen Zuschauer dürfte dieser Film jedoch nach einmaligem Anschauen schnell im Meer unzähliger Actionproduktionen untergehen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

96 Hours

© 20th Century Fox

Kommentare


02.07.2011, 09:57:47
Ich mag Nicolas Cage aber in "96 Hours" hat Neeson eigentlich eine sehr gute Figur gemacht. Könnte gar nicht besser sein.
Der Film bietet keine Highlights, ist daher insgesammt bestenfalls oberes Mittelfeld, aber Liam Neeson holt alles aus seiner Rolle was geht.
mal ehrlich
01.07.2011, 23:52:40
wiso nicolas cage? der wäre eine absolute fehlbesetzung gewesen. dann wär der film nicht mal halb so gut!

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Herstellungsland
Frankreich

Alternativ- bzw. Originaltitel
Taken

Budget
25 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
224 Mio. US-Dollar (weltweit)



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