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2012| Kritik 5/10

Kinostart
12.11.2009



Handlung

Das Volk der Maya hat es vorausgesehen. Im Jahr 2012, dem Jahr wo der Kalender der Maya endet und ein neues Zeitalter beginnt, ist das Ende der Welt. Der bevorstehende Weltuntergang ist der amerikanischen Regierung bereits seit gerauer Zeit bekannt. Sie bereitet einen Katastrophenplan aus, der jedoch nicht alle Menschen wird retten können.

Jackson Curtis (John Cusack) entdeckt während eines Familienausflugs im Yellowstone Nationalpark zufällig eine geheime Forschungsstation. Sie birgt das Geheimnis des bevorstehenden Weltunterganges im Jahr 2012, aber auch den Hinweis auf die Fehlerhaftigkeit des Rettungsplanes der Regierung. Jackson braucht nun einen eigenen Plan um seine Familie zu retten. Ein schier hoffnungsloses Unterfangen.


Filmkritik | 2012

Roland Emmerich zeigt mit "2012" einmal mehr, dass er der Großmeister in Hollywood ist, wenn es darum geht, unseren Erdball unter lautem Getöse untergehen zu lassen. Und dabei ist es letztlich egal, ob als Auslöser dieser Katastrophe der extreme Klimawandel (wie in "The Day After Tomorrow") oder wie im aktuellen Film eine Weissagung der Maya dient: wenn es dann um die Katastrophen selbst geht, ist Emmerich ein Meister seines Fachs, der es perfekt versteht, die Apokalypse per spektakulärer Bilder auf die Leinwand zu zaubern.

Genau dies gelingt ihm auch in "2012". Der Film ist nämlich genau dann am Besten, wenn alles in Schutt und Asche gelegt wird. Diesmal beschränkt sich Emmerich nicht auf eine einzelne Stadt wie in "Godzilla", diesmal müssen ganze Landstriche oder gar US-Bundesstaaten wie Kalifornien dran glauben. Dabei schwankt die Qualität der Bilder; während einige der im Film gezeigten Katastrophen nicht nur spektakulär, sondern auch sehr realistisch und glaubwürdig ausschauen, können andere ihre Computer-Existenz nicht verleugnen. Wann immer dies geschieht, wirkt der Film mehr wie ein Computerspiel und kann daher den Zuschauer emotional nicht fesseln. Dennoch ist dieser Teil des Films natürlich der stärkste, vor allem gegen Ende, wenn die Zerstörung endgültig das Ruder an sich reißt.

Abseits von all dem Getöse bietet der Film allenfalls vorhersehbare Durchschnittskost, die weder inhaltlich noch inszentarisch wirklich zu überzeugen vermag. Die Dialoge sind hölzern und wenig überzeugend, die Geschichte strotzt nur so vor Unzulänglichkeiten und Logiklöchern. Prinzipiell ließe sich das verkraften, würde Emmerich seiner Geschichte mit etwas Selbstironie begegnen, doch der Film wirkt insgesamt zu bierernst, was die Negativpunkte nur verstärkt. Eine Szene jedoch existiert, die aus diesem konventionellen Stil ausbricht: die Szene nämlich, in der der verrückt anmutende Charlie Frost sein selbsthergestelltes Amateurvideo vom Weltuntergang vorstellt, ein kleiner dilletantischer Film-im-Film, der im krassen Gegensatz zur sündhaft teuren Produktion steht, in der er gezeigt wird. Dies ist jedoch das einzige Highlight abseits aller Katastrophenszenen. Die Darsteller spielen allesamt ihre zu flachen Figuren dezent unterfordert, eine echte Charakterzeichnung findet nicht statt. Stattdessen würzt Emmerich seinen Film mit einer konservativen Moral und dem gewohnten Patriotismus - all das also, was man aus früheren Emmerich-Produktionen schon gewohnt ist.

Insgesamt also bietet "2012" genau das, was man von Emmerich gewohnt ist: einen spektakulären Blockbuster. Der ist aber diesmal mit über zweieinhalb Stunden zu lang und insgesamt abseits aller Schauwerte zu beliebig geworden, als dass er wirklich im Gedächtnis bleiben würde.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

2012

© Sony Pictures Releasing GmbH

Kommentare


chantal
13.11.2010, 13:04:32
hai,
ich finde diesen film richtig gut, ängstlich, und kinderfreundlich.
Ich personlich habe mir gedacht wo er raus gekommen ist was ist das für eine scheise(sorry)
aber ich habe es mir angeschaut und es ist ganz anders wie ich dachte alsolange rede kurze sinn ich finde diesen film einfach geil und ich meine es wort wörtlich
ich bin chantal und bin 13 jahre alt

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