Handlung
Ist man ein Verrückter, nur weil man im Jahre 1990 behauptet, als zeitreisender Häftling in diesem Jahr versehentlich gestrandet zu sein, um die Welt vor einer virösen Katastrophe und dem damit verbundenen fast gänzlichen Untergang der Menschheit zu erretten? Im Falle Coles (gespielt von Bruce Willis), der in eine amerikanische Nervenheilanstalt eingeliefert wird, als man ihn aufgreift, ist dies zunächst ein klarer Fall, mit dem sich die Psychiaterin Dr. Kathrin Railly (Madeleine Stowe) zu befassen hat. Doch Cole beharrt trotz aller Behandlungsmethoden und Sitzungen weiterhin, ein Zeitreisender mit Mission zu sein, die sogenannte Gruppe „12 Monkeys“ aufzuhalten, die die fast gänzliche Zerstörung der Menschheit im Jahre 1996 durch ein vernichtendes Virus zu verantworten hat.
Filmkritik | 12 Monkeys
Terry Gilliams "12 Monkeys", ausgezeichnet u. a. mit dem Golden Globe (Bester Nebendarsteller für Brad Pitt) entführt den Zuschauer auf eine komplexe cineastische Reise durch Zukunft und Vergangenheit.
Die Story ist voller kleiner Details, die den Zuschauer mehr verwirren als ihm die Handlung nahe zu bringen. Zwar glänzen sowohl Bruce Willis als zeitreisender Retter der Menschheit und Brad Pitt als irrer Sohn eines berühmten Virologen durch überzeugende schauspielerische Leistung, doch hebt diese Tatsache leider nicht das erheblichste Manko des Filmes auf: Die teilweise nicht mehr nachzuvollziehende Handlung. Durch ständige Zeitsprünge, Einblendungen diverser Erinnerungen und der schließlichen Selbstannahme Coles, letzten Endes doch wirklich geisteskrank zu sein, wird der Zuschauer auf unangenehmste Art und Weise verstört und in die Irre geführt. Die Musik des Filmes, teilweise zu hektisch und an Karussellmusik erinnernd, unterstreicht dies zudem. Ist Handlungsstrang und Musik mal nicht Kopfschmerzen verursachend, so wird der Zuschauer dazu neigen, eventuell kurz einzunicken, da weder Dialoge noch Zwischenhandlung wirklich fesselnd sind.
Für einen gemütlichen DVD - oder Fernsehabend ist „12 Monkeys“ nicht zu empfehlen, es sei denn, man hat ein Faible für komplizierte Handlungsabläufe und stört sich nicht an der Tatsache, dass sowohl Geschichte als auch Umsetzung haarsträubend zu nennen sind. Terry Gilliam, zu dem Film inspiriert durch das französische Original „La Jetée“ (1962 von Chris Marker), schuf mit dem Film „12 Monkeys“ nur ein weiteres Werk der Kinogeschichte, das von Kritikern völlig überbewertet und unverständlich ist.
Filmkritik von Gastautor